Wohnungsbesichtigung - so bekommen Sie die Wohnung!

Wohnungsbesichtigungen in deutschen Großstädten? Da begegnet man leider fast immer derselben Situation: Ist die Wohnung schön und renoviert, in guter Lage und noch dazu bezahlbar, tummeln sich in der regel zig Mitbewerber in den Räumen beziehungsweise stehen bis ins Treppenhaus. Und einen selbst verläßt dann meist schnell der Mut, der/die Auserwählte für die Traumwohnung zu werden. 
Doch es gibt ein paar Tricks, die garantiert weiterhelfen, damit beim nächsten Mal SIE den Vermieter überzeugen und die Wohnung bekommen :-)

Wenn es Wohnungsbesichtigungen geht, werde ich in meinem Freundeskreis grundsätzlich konsultiert. Denn glücklicherweise gelingt mir jedes Mal, wenn ich selbst auf Wohnungssuche bin, der große Coup und ich werde an Nummer 1 der Wunschmieter gesetzt - und das obwohl ich eigentlich zwei Killerkriterien auf mich vereine: Ich bin alleinerziehend und selbstständig....

Aber zum Glück gibt es ja einfache Grundregeln, die man bei Wohnungsbesichtigungen verfolgen kann und ruckzuck ist man zumindest in der engeren Wahl:
  • Eine Wohnungsbesichtigung ist eigentlich nichts anderes als ein Bewerbungsgespräch, deshalb: Gepflegte Erscheinung ist ein absolutes MUSS! Die Kleidung sollte dezent (bei Frauen der Ausschnitt nicht zu tief, der Rock nicht kurz) sein, gepflegte Haare und sparsames Make-up.
  • Selbstredend verhält man sich freundlich und interessiert sein Interesse durch höfliche Fragen zu Wohnung und Kosten. Eine kurze Vorbereitung kann nichts schaden, sonst vergisst man womöglich die wichtigsten Fragen. 
  • Immer punkten kann man, wenn man die notwendigen Unterlagen für den Makler oder Vermieter bereits vollständig vorlegen kann. Dazu gehören Gehaltsnachweis und Schufa-Auskunft, der Lebenslauf sowie eine Mietschuldenfreiheitsbestätigung. Das Ganze zusammen mit Ihren Kontaktdaten in eine hübsche Mappe packen. Vorteilhaft ist zudem, die Kontaktdaten des jetzigen Vermieters vozulegen - damit signalisieren Sie, dass Sie eine Nachfrage nicht befürchten müssen.
  • Häufig werden Fragen zu eigenen Gewohnheiten gestellt: Rauchen, laute Musik, viele Feiern, etc. Alle Fragen sollten Sie spontan und wahrheitsgemäß beantworten. Ein wenig schummeln ist jedoch erlaubt: Natürlich feiert man äußerst selten Parties und hört Musik nur mit Kopfhörer ;-) Und Fragen nach Nationalität, Religion und Rauchen sind ohnehin nicht erlaubt...
  • Ehrlich sein muss man hingegen, wenn es um Kinder, Familienstand und Haustiere geht. Hier darf nicht geschwindelt werden! Was aber nicht heißt, dass Sie Kinder oder Haustiere zur Wohnungsbesichtigung mitnehmen sollten - die bleiben besser zuhause, denn sie lenken Sie in Ihrer Konzentration nur ab. Außerdem: Auch das Handy bleibt beim Besichtigungstermin aus!
  • Last but not least: Auch wenn Sie dringend eine Wohnung brauchen - keine Probleme vor dem Makler oder Vermieter ausbreiten und nicht auf die Mitleidsmasche vertrauen. Das funktioniert nicht! Bleiben Sie stets sachlich und eloquent. 
  • Und nun: Toi toi toi für die nächste Besichtigung :-)
Foto: morguefile.com/robenmarie

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