Baumhaus bauen - darauf ist zu achten!

Gehörte ein Baumhaus auch zu den (unerfüllten) Träumen Ihrer Kindheit? Und diesen wollen Sie Ihren eigenen Kindern nun erfüllen? Damit ist beim Nachwuchs garantiert für jahrelangen Dauerspass gesorgt. Und auch Erwachsene haben viel Freude daran, zumal es mittlerweile auch viele tolle Entwürfe für Baumhäuser für die "Großen" gibt.

Doch bevor Sie nun zum Werkzeug greifen und mit dem Bauen eines Baumhauses beginnen, sollten Sie vorab noch einige wichtige Punkte beachten:


(tdx) Wenn Ihre Kinder am liebsten im Garten toben, im nächstgelegenen Wäldchen gerne auf Entdeckungsreise gehen und der Fantasie freien Lauf lassen, steht meist auch ein eigenes Baumhaus eines Tags auf der Wunschliste. Denn aus Sicht von Kindern ist so ein Ort hoch über dem Erdboden wie geschaffen für geheime Treffen, spannende Mutproben oder als geschützter Rückzugsort ohne Eltern. 

Foto: tdx/baumhaus-paradise.com
Wer neben ausreichend Zeit und handwerklichem Geschick einen Garten mit größeren Bäumen besitzt, kann seinen Kindern den Traum vom Baumhaus erfüllen. Beim Bau sind jedoch einige wichtige Regeln zu beachten:
  • Die Planung: Damit später alle Spaß am Baumhaus haben, sollten die Kinder in die Planungen einbezogen werden. Diese haben nämlich ganz eigene Vorstellungen vom eigenen "Luftschloss" und freuen sich zudem, wenn ihre Ideen berücksichtigt werden. Es empfiehlt sich vorab erste gemeinsame Skizzen anzufertigen. Ist das Wunschobjekt gefunden, gehts an die Auswahl des passenden Baums. Dabei kommen grundsätzlich nur gesunde und tragfähige Gehölze in Frage wie z.B. Eiche, Buche oder Lärche sowie Obstbäume wie Apfel oder Birne. Für eine stabile Konstruktion sind mindestens zwei kräftige Äste notwendig, die auf gleicher Höhe liegen sollten und aus Sicherheitsgründen nicht zu hoch in der Baumkrone. Für die nötige Stabilät sollte der Umfang des Baumstamms an der Stelle, wo die Plattform des Baumhauses angebracht wird, mindestens 80 Zentimeter betragen. Ratsam ist außerdem das Erdreich rund um den Stamm mit Sand, Rindenmulch oder Kies aufzuschütten – für eine weichere Landung im Fall eines Sturzes von oben.
  • Gleichmäßige Gewichtsverteilung beim Fundament: Ein Baumhaus besteht aus drei Teilen: Fundament, Wände und Dach. Das Traggerüst für die Konstruktion bilden Rundholzstangen, die mit rostfreien Edelstahlschrauben oder reißfesten Sisalseilen direkt am Ast befestigt werden – letzteres ist für den Baum die schonendere Methode. Die Plattform muss nicht rechteckig sein, aber unbedingt waagerecht! Für die Bodenkonstruktion, die auf den Rundhölzern aufliegt, sind Holzbretter oder Spanplatten geeignet. Bei einem offenen Baumhausentwurf ist es ratsam, die Bretter im Abstand von je fünf Millimeter anzubringen, damit Regenwasser schnell abfließen kann. Soll man von unten direkt ins Baumhaus gelangen, ist eine ausreichend große, nach innen öffnende Falltür im Boden zu integrieren. Beim Fundament unbedingt darauf achten, dass das Gewicht, das später auf der Bodenplatte lastet, gleichmäßig auf sämtliche tragfähigen Äste verteilt wird.  
  • Wände und Dach: Für die Seitenwände müssen zunächst mehrere Stützpfeiler errichtet werden. Dazu eignen sich massive Kanthölzer, die durch rostfreie Winkel mit der Bodenplatte verschraubt werden. Stehen die Pfeiler, werden dazwischen Bretter oder Holzplatten montiert. Vergessen Sie dabei nicht, die Öffnungen für die Fenster einzuplanen! Bleiben einzelne Wände unverkleidet, muss zwischen den Pfosten ein stabiles Geländer mit mindestens 75 Zentimeter Höhe angebracht werden. Für die Sicherheit der Kinder sollten die Streben nicht weiter als 10 Zentimeter auseinander liegen. Damit das Dach auf einer stabilen Basis sitzt, bietet es sich an, die Wände am oberen Rand mit einer Rahmenkonstruktion zu verstärken. Diese werden mit entsprechenden Einkerbungen versehen, in denen die Dachträger Halt finden – je nach Dachform seitlich oder an den Ecken. Egal, ob Pultdach, Zeltdach oder Giebeldach – das Dach braucht eine deutliche Neigung, damit Niederschläge ihm auf Dauer nichts anhaben können. Als wasserdichte und witterungsbeständige Deckung kommt Dachpappe oder Asphaltschindeln in Frage, die auf einer Unterkonstruktion aus vernagelten Dachlatten fixiert werden. 
Wer sagt, dass ein Baumhaus nur was für Kinder ist? Foto: tdx/baumhaus-paradise
  • Baumhaus lieber vom Profi bauen lassen? Wenn das handwerkliche Geschick für ein selbst gebautes Baumhaus nicht ausreicht - Baumhäuser gibt es auch in vormontierten Einzelteilen, die sich einfach aufbauen lassen. Steht das Baumhaus, kann man es mit zusätzlichen Details ausstatten – z.B. mit einer Rutsche, urigen Fensterläden oder einer Kletterwand. Strickleiter, Flaschenzug oder Körbchenseilbahn sind ebenfalls pfiffige Add-ons, die das Leben im Baumhaus spannend machen. Wer beim Baumhaus gar nicht selbst Hand anlegen will: Seit einigen Jahren widmen sich Architekten dem professionellen Baumhausbau. Und die entwerfen nicht nur tolle Baumhäuser für Kinder, sondern auch für Erwachsene in vielen Ausführungen und Preisklassen – von rustikaler „Räuberhöhle“ bis zum luxuriösen Luftschloss mit Heizung, elektrischem Licht, Internetanschluss und Whirlpool. 
Textquelle und Fotos: tdx/baumhaus-paradise.com

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