Farben wirken - der passende Anstrich für Wohnräume

Blau und Grün sind optimal für Schlafzimmer. Foto: tdx/Zimmer+Rohde
Durch einen farbigen Anstrich erhält jeder Wohnraum eine ganz besondere Note. Bei der Farbwahl für die Wohnung ist die persönliche Traumfarbe jedoch nicht unbedingt die beste Wahl. Welche Farbe für welchen Raum am besten geeignet ist, erfahren Sie hier.

Farbpsychologie findet sich in unserem Leben an vielen Stellen wieder. Führungskräfte und Politiker achten bei ihrer Kleidung bewusst auf die Wirkung der Farben. So erweckt z.B. Blau beim Betrachter die Assoziation von Ehrlichkeit, während Rot eher energisch und bestimmt wirkt. Restaurants werden gerne in Rot- und Orangetönen ausgestattet, da diese Farben appettitanregend wirken. Die Wände von Krankenhäusern und Schulen sind dagegen oft grün, weil dies Ruhe und Natürlichkeit ausstrahlt.

Die Wohnexperten von homesolute.com verraten hier, welche psychologische Wirkung die verschiedenen Farben haben und für welchen Raum sie am besten geeignet sind. Denn: Die richtige Farbe am richtigen Ort sorgt für bessere Stimmung und Wohlbefinden.  

Farben wirken unterbewusst
Alle Rot- und Orangetöne verbreiten eine anregende Wirkung. Rot ist eine dynamische Farbe. Wer sich häufig träge und antriebslos fühlt, dem kann ein roter Wohnraum zu mehr Energie verhelfen. Darüber hinaus ist Rot sehr gut für einen Hobby- oder Fitnessraum geeignet. Orange wirkt appetitanregend, fröhlich und kommunikativ und ist deshalb optimal für Räume, in denen sich viele Menschen treffen. Ideal ist Orange als Farbe im Esszimmer.

Kühle Farben wie Grün und Blau tragen zu einer entspannten, ruhigen Grundstimmung bei. Sowohl für Schlafzimmer wie auch das Bad sind Blau- und Grüntöne deshalb empfehlenswert. Ein Hinweis der Experten von homesolute.com: In Zimmern von hyperaktiven Kindern können Grün und Blau als Wandfarbe zur Beruhigung beitragen und für mehr Ausgeglichenheit sorgen.

Violett und Lila sind trendy. Bild: tdx/Akzo Nobel/Glasurit
Farbtöne von Violett bis Lila liegen derzeit voll im Trend. Ihnen spricht man eine besondere Wirkung bei geistigem und kreativem Arbeiten zu. Violett passt deshalb als inspirierende Unterstützung in Meditationsräume oder eine Bibliothek. Bei kräftigen Lilatönen ist allerdings Fingerspitzengefühl gefragt: Wird die Farbe in einem Raum zu dominant, kann sich ihr positiver Einfluss umkehren und es herrscht eine drückende Atmosphäre.

Harmonie der Farben
Grundsätzlich gilt bei der farblichen Gestaltung von Wohnräumen: Möbel und Accessoires sollten mit der Wandfarbe harmonieren. Ratsam ist es mit einer Grundfarbe und höchstens zwei weiteren Nebenfarben zu arbeiten. Sonst kann das Zimmer leicht zu bunt wirken und somit kindlich oder unruhig.

Neben der Funktion eines Raumes spielen auch Größe und Lichteinfall eine entscheidende Rolle in Sachen Farbgebung. Kleine Räume nicht in zu dunklen Farben streichen, sie wirken sonst noch enger. So kann man einen kleinen fensterlosen Flur beispielsweise in freundlichen Gelbtönen streichen. Das lässt ihn optisch größer erscheinen und sorgt für einen positiven ersten Eindruck. 

Wohnräume, die sehr groß und steril wirken, weil sie nur sparsam möbliert sind oder eine hohe Decke haben, erhalten mit dunklen Ocker-, Braun- oder Rottönen ein völlig neues Gesicht. Vollflächig an einer Wand vermitteln die dunklen, warmen Farben Geborgenheit und lassen den großen Raum heimeliger wirken.

Mehr Informationen rund um Farbwirkung gibt es unter http://www.homesolute.com/haus/leben/farben.

Fotos und Quelle: tdx/homesolute.com